Fischarten Angelschein: Welche Fische kommen in der Prüfung vor?
Die Fischarten Angelschein zu lernen gehört zu den wichtigsten Themen in der Vorbereitung auf die Angelscheinprüfung. In der Prüfung müssen viele verschiedene Fischarten sicher erkannt und voneinander unterschieden werden. Deshalb ist es wichtig, typische Merkmale wie Körperform, Flossen, Maulstellung oder Färbung zu kennen.
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Auf dieser Seite kannst du die wichtigsten Fischarten für den Angelschein kostenlos lernen. Insgesamt gehören rund 80 Fisch- und Krebsarten zum Prüfungsstoff. Dazu zählen unter anderem Raubfische, karpfenartige Fische (Cypriniden), lachsartige Fische (Salmoniden), Meeresfische sowie weitere Arten der Angelscheinprüfung. Die Nutzung der Bilder ist ausschließlich für das Lernen auf dieser Website erlaubt.
Die Fischarten Angelschein sind übersichtlich nach Gruppen sortiert, damit du die Fische Angelscheinprüfung direkt auf der Website lernen und wiederholen kannst. So kannst du dich einfach und gezielt auf die Prüfung vorbereiten.
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Weitere Lernhilfen für die Angelscheinprüfung
Für die Vorbereitung auf die Angelscheinprüfung ist es wichtig, nicht nur die Fischbilder Angelschein zu kennen. Auch Themen wie Angelknoten, Gewässerkunde und Fischbestimmung gehören zum Prüfungsstoff.
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Raubfische
Raubfische ernähren sich überwiegend von anderen Fischen, Krebsen oder kleineren Wassertieren. Viele dieser Arten besitzen ein großes Maul, scharfe Zähne und sind schnelle Jäger im Wasser. Typische Raubfische in unseren Gewässern sind zum Beispiel Hecht, Zander, Flussbarsch oder Aal.
Für die Angelscheinprüfung ist es wichtig, diese Fischarten Angelschein sicher zu erkennen. Raubfische spielen außerdem eine wichtige Rolle im natürlichen Gleichgewicht eines Gewässers.
Döbel / Aitel
Squalius cephalus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Flüsse, Bäche und größere Seen. Der Döbel hält sich häufig in strömungsreichen Bereichen sowie in Ufernähe unter überhängenden Bäumen auf.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 70 cm und über 5 kg
Erkennungsmerkmale:
- kräftiger, langgestreckter Körper
- großer Kopf mit breitem Maul
- große Schuppen
- dunkler Rücken und silbrig glänzende Flanken
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Döbel gehört biologisch zu den Karpfenfischen, ernährt sich jedoch sehr vielseitig. Große Exemplare fressen auch Fische, Frösche oder Insekten von der Wasseroberfläche und werden deshalb häufig zu den Raubfischen gezählt.
Flussbarsch
Lateinischer Name:
Perca fluviatilis
Familie:
Barschartige (Percidae)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Flüsse und Kanäle. Der Flussbarsch hält sich häufig in Ufernähe, zwischen Wasserpflanzen oder an Strukturen im Gewässer auf.
Typische Größe:
20–35 cm
Maximale Größe:
bis etwa 50 cm und über 3 kg
Erkennungsmerkmale:
- dunkle senkrechte Querstreifen an den Flanken
- rötliche Bauch-, After- und Schwanzflossen
- zwei getrennte Rückenflossen
- stachelige vordere Rückenflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Flussbarsch lebt häufig in Schwärmen. Junge Barsche ernähren sich zunächst von kleinen Wassertieren, während größere Exemplare hauptsächlich kleine Fische jagen.
Quappe / Rutte
Lota lota
Familie:
Dorschartige (Lotidae)
Lebensraum:
Süßwasser – kalte Flüsse und Seen mit klarem, sauerstoffreichem Wasser. Die Quappe hält sich meist am Gewässergrund auf und versteckt sich tagsüber zwischen Steinen oder Wurzeln.
Typische Größe:
40–60 cm
Maximale Größe:
bis etwa 100 cm und über 10 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper
- eine einzelne Bartel am Kinn
- marmorierte braune Färbung
- lange Rücken- und Afterflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Quappe ist der einzige Vertreter der dorschartigen Fische, der dauerhaft im Süßwasser lebt. Sie ist besonders im Winter aktiv und laicht meist in der kalten Jahreszeit.
Zander
Sander lucioperca
Familie:
Barschartige (Percidae)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Flüsse und Kanäle. Der Zander bevorzugt häufig trübere Gewässer und hält sich meist in tieferen Bereichen auf.
Typische Größe:
50–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 100 cm und über 15 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper
- großes Maul mit spitzen Fangzähnen
- zwei getrennte Rückenflossen
- graugrüne Färbung mit dunklen Querbändern
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Zander besitzt sehr gute Augen und kann besonders gut bei wenig Licht jagen. Deshalb ist er häufig in der Dämmerung und nachts aktiv.
Europäischer Aal
Anguilla anguilla
Familie:
Aalartige (Anguillidae)
Lebensraum:
Süßwasser und Küstengewässer. Aale leben in Flüssen, Seen und Kanälen und halten sich häufig am Gewässergrund zwischen Pflanzen, Steinen oder im Schlamm versteckt.
Typische Größe:
50–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 150 cm und über 6 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, schlangenförmiger Körper
- kleine Brustflossen
- durchgehender Flossensaum aus Rücken-, Schwanz- und Afterflosse
- glatte, schleimige Haut mit sehr kleinen Schuppen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Europäische Aal ist ein außergewöhnlicher Wanderfisch. Zum Laichen wandert er mehrere tausend Kilometer von europäischen Gewässern in die Sargassosee im Atlantik. Die Larven treiben anschließend mit Meeresströmungen zurück nach Europa. Man unterscheidet häufig zwischen Spitzkopfaalen und Breitkopfaalen.
Hecht
Esox lucius
Familie:
Hechte (Esocidae)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Flüsse und langsam fließende Gewässer. Hechte halten sich häufig in der Nähe von Wasserpflanzen oder anderen Strukturen auf, wo sie auf Beute lauern.
Typische Größe:
60–90 cm
Maximale Größe:
bis etwa 150 cm und über 25 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, torpedoförmiger Körper
- großes, entenschnabelartiges Maul
- spitze, nach hinten gerichtete Zähne
- Rückenflosse weit hinten am Körper
- helle Flecken auf grünlichem Körper
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Hecht ist ein typischer Ansitzjäger. Er versteckt sich zwischen Wasserpflanzen und stößt blitzschnell auf seine Beute. Er ernährt sich hauptsächlich von Fischen, kann aber auch Frösche oder kleinere Wasservögel erbeuten.
Rapfen / Schied
Aspius aspius
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – große Flüsse, Kanäle und strömungsreiche Gewässer. Der Rapfen hält sich häufig im Freiwasser nahe der Oberfläche auf.
Typische Größe:
60–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 120 cm und über 10 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, torpedoförmiger Körper
- großes oberständiges Maul
- silbrig glänzende Flanken
- kräftige Schwanzflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Rapfen gehört biologisch zu den Karpfenfischen, ist jedoch einer der wenigen echten Raubfische dieser Gruppe. Er jagt häufig an der Wasseroberfläche und ernährt sich überwiegend von kleinen Fischen.
Europäischer Wels
Silurus glanis
Familie:
Welsartige (Siluridae)
Lebensraum:
Süßwasser – große Flüsse, Seen und langsam fließende Gewässer mit tieferen Bereichen. Der Wels hält sich häufig am Gewässergrund auf und nutzt Verstecke zwischen Wurzeln oder Hindernissen.
Typische Größe:
100–160 cm
Maximale Größe:
über 250 cm und mehr als 100 kg
Erkennungsmerkmale:
- sehr großer, breiter Kopf
- großes Maul mit vielen kleinen Zähnen
- zwei lange Barteln am Oberkiefer
- vier kurze Barteln am Unterkiefer
- langgestreckter Körper ohne Schuppen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Europäische Wels ist der größte Süßwasserfisch Europas. Er ist überwiegend nachtaktiv und jagt Fische, Krebse und andere Wassertiere. Große Exemplare können auch Wasservögel oder kleine Säugetiere erbeuten.
Kaulbarsch
Gymnocephalus cernua
Familie:
Barschartige (Percidae)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Flüsse und Kanäle. Der Kaulbarsch hält sich meist in Bodennähe auf und bevorzugt ruhigere Bereiche des Gewässers.
Typische Größe:
10–15 cm
Maximale Größe:
bis etwa 25 cm
Erkennungsmerkmale:
- gedrungener Körper
- große Augen
- marmorierte bräunliche Färbung
- stachelige Rückenflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Kaulbarsch ist ein kleiner Raubfisch, der sich überwiegend von wirbellosen Tieren ernährt. Er ist sehr anpassungsfähig und kommt in vielen unterschiedlichen Gewässertypen vor.
Schwarzer Zwergwels
Ameiurus melas
Familie:
Zwergwelse (Ictaluridae)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Teiche, Kanäle und langsam fließende Gewässer. Der Zwergwels hält sich meist am Gewässergrund auf.
Typische Größe:
20–30 cm
Maximale Größe:
bis etwa 50 cm
Erkennungsmerkmale:
- dunkler, meist schwarzbrauner Körper
- breiter Kopf mit großem Maul
- mehrere Barteln am Maul
- stachelige Brust- und Rückenflossen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Schwarze Zwergwels stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in viele europäische Gewässer eingeführt. Er gilt als invasive Art und kann sich in manchen Gewässern stark vermehren.
Karpfenartige Fische (Cypriniden)
Die karpfenartigen Fische gehören zur Familie der Cypriniden und bilden eine der größten Fischgruppen in europäischen Gewässern. Viele dieser Arten ernähren sich von Pflanzen, kleinen wirbellosen Tieren oder Nahrung vom Gewässerboden.
Zu den bekanntesten Vertretern gehören Karpfen, Brassen, Rotauge oder Schleie. Auch diese Fischarten sind ein wichtiger Bestandteil der Angelscheinprüfung.
Aland
Leuciscus idus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Flüsse, Seen und Kanäle. Der Aland bevorzugt häufig ruhigere Bereiche mit mäßiger Strömung.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 80 cm und über 4 kg
Erkennungsmerkmale:
- kräftiger, hochrückiger Körper
- silbrig glänzende Flanken
- rötliche Bauch- und Afterflossen
- relativ großes endständiges Maul
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Aland ist ein Allesfresser. Er ernährt sich von Insekten, Würmern, Pflanzen und gelegentlich auch von kleinen Fischen. In Flüssen hält er sich häufig in ruhigeren Bereichen hinter Hindernissen auf.
Blaubandbärbling
Pseudorasbora parva
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Teiche, Kanäle und langsam fließende Gewässer mit ruhigen Bereichen.
Typische Größe:
6–8 cm
Maximale Größe:
bis etwa 10 cm
Erkennungsmerkmale:
- kleiner, schlanker Körper
- silbrige Färbung mit dunkler Längsbinde
- kleines endständiges Maul
- relativ große Augen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Blaubandbärbling stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde nach Europa eingeschleppt. Er gilt als invasive Art und kann sich in vielen Gewässern sehr schnell vermehren.
Giebel
Carassius gibelio
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Teiche und langsam fließende Gewässer. Der Giebel kommt auch in Gewässern mit wenig Sauerstoff vor.
Typische Größe:
20–35 cm
Maximale Größe:
bis etwa 50 cm
Erkennungsmerkmale:
- hochgebauter Körper
- silbrig bis graue Färbung
- keine Barteln am Maul
- lange Rückenflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Giebel ist sehr anpassungsfähig und kann auch in Gewässern mit wenig Sauerstoff überleben. Er ähnelt der Karausche, ist jedoch meist silbriger gefärbt.
Güster
Blicca bjoerkna
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Flüsse und Kanäle mit langsam fließendem oder stehendem Wasser.
Typische Größe:
20–30 cm
Maximale Größe:
bis etwa 35 cm
Erkennungsmerkmale:
- seitlich abgeflachter, hochrückiger Körper
- silbrige Färbung
- relativ große Augen
- lange Afterflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Güster ähnelt dem Brassen, bleibt jedoch deutlich kleiner. Ein typisches Merkmal sind die im Vergleich zum Brassen größeren Augen.
Nase
Chondrostoma nasus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – vor allem größere Flüsse mit schneller Strömung und kiesigem oder steinigem Gewässergrund.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 60 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, silbriger Körper
- unterständiges, quer verlaufendes Maul
- harte Unterlippe zum Abschaben von Algen
- dunkler Rücken und helle Flanken
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Nase ernährt sich überwiegend von Algen und Aufwuchs, den sie mit ihrer harten Unterlippe von Steinen abschabt. Sie lebt häufig in größeren Schwärmen in strömungsreichen Flussabschnitten.
Schleie
Tinca tinca
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Teiche und langsam fließende Gewässer mit weichem Grund und dichtem Pflanzenbewuchs.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 70 cm und über 7 kg
Erkennungsmerkmale:
- kräftiger, gedrungener Körper
- dunkelgrüne bis olivfarbene Färbung
- sehr kleine, fest sitzende Schuppen
- je eine kurze Bartel an jeder Maulseite
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Schleie besitzt eine dicke Schleimschicht auf der Haut. Sie ist besonders widerstandsfähig und kann auch in Gewässern mit wenig Sauerstoff leben.
Strömer
Leuciscus souffia
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – klare, sauerstoffreiche Flüsse und Bäche mit mäßiger bis stärkerer Strömung.
Typische Größe:
15–20 cm
Maximale Größe:
bis etwa 25 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, länglicher Körper
- silbrige Flanken
- relativ kleines endständiges Maul
- oft leicht rötliche Flossen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Strömer ist ein typischer Bewohner schnell fließender Gewässer und hält sich häufig im Freiwasser über kiesigem oder steinigem Gewässergrund auf.
Artenschutz:
Der Strömer ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Zobel
Ballerus sapa
Familie:
Karpfenfische (Cyprinidae)
Lebensraum:
Süßwasser – große Flüsse und Seen mit mäßiger Strömung.
Typische Größe:
30–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 50 cm
Erkennungsmerkmale:
- seitlich stark abgeflachter Körper
- silbrig glänzende Flanken
- langgestreckte Afterflosse
- spitze Schnauze
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Zobel lebt meist in größeren Gewässern und ernährt sich überwiegend von kleinen wirbellosen Tieren im Freiwasser.
Barbe
Barbus barbus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – vor allem größere Flüsse mit schneller Strömung und kiesigem oder steinigem Gewässergrund.
Typische Größe:
40–60 cm
Maximale Größe:
bis etwa 90 cm und über 10 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, kräftiger Körper
- unterständiges Maul
- vier Barteln am Maul
- olivgrüner Rücken und hellere Flanken
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Barbe ist ein typischer Bodenfisch, der mit seinem unterständigen Maul Nahrung vom Gewässergrund aufnimmt. Die Eier der Barbe sind für Menschen giftig und dürfen nicht verzehrt werden.
Brassen
Abramis brama
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Flüsse und Kanäle mit langsam fließendem oder stehendem Wasser. Brassen halten sich häufig in tieferen Bereichen auf.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 80 cm und über 6 kg
Erkennungsmerkmale:
- hochrückiger, seitlich stark abgeflachter Körper
- kleines, unterständiges Maul
- lange Afterflosse
- silbrig bis bronzefarbene Färbung
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Brassen ist ein typischer Schwarmfisch, der seine Nahrung am Gewässerboden sucht. Mit seinem vorstülpbaren Maul kann er kleine Tiere aus dem Schlamm aufnehmen.
Karpfen
Cyprinus carpio
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Teiche, langsam fließende Flüsse und Kanäle. Der Karpfen bevorzugt warme, ruhige Gewässer mit weichem Grund und Pflanzenbewuchs.
Typische Größe:
40–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 120 cm und über 30 kg
Erkennungsmerkmale:
- kräftiger, hochrückiger Körper
- zwei Barteln an jeder Maulseite
- vorstülpbares, unterständiges Maul
- je nach Zuchtform unterschiedlich starke Beschuppung
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Karpfen ist ein typischer Bodenfisch und sucht seine Nahrung gründelnd im Schlamm. Er frisst Würmer, Insektenlarven, kleine Bodentiere und pflanzliche Nahrung. Zu den bekannten Zuchtformen gehören Schuppenkarpfen, Spiegelkarpfen, Zeilkarpfen und Lederkarpfen.
Hasel
Leuciscus leuciscus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – klare Flüsse und Bäche mit mäßiger Strömung und sauerstoffreichem Wasser.
Typische Größe:
15–25 cm
Maximale Größe:
bis etwa 30 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, länglicher Körper
- silbrig glänzende Flanken
- relativ kleines endständiges Maul
- graue bis leicht rötliche Flossen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Hasel lebt häufig in kleinen Schwärmen und ernährt sich überwiegend von Insekten und anderen kleinen wirbellosen Tieren.
Artenschutz:
Der Hasel ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Rotauge / Plötze
Rutilus rutilus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Flüsse, Kanäle und teilweise auch Brackwasserbereiche.
Typische Größe:
15–25 cm
Maximale Größe:
bis etwa 45 cm
Erkennungsmerkmale:
- silbriger Körper
- rote Augen
- rötliche Bauch- und Afterflossen
- relativ hochrückiger Körper
Besonderheit / Prüfungswissen:
Das Rotauge gehört zu den häufigsten Fischarten in europäischen Gewässern. Es lebt oft in großen Schwärmen und ist eine wichtige Beutefischart für viele Raubfische.
Schneider
Alburnoides bipunctatus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – klare Flüsse und Bäche mit mäßiger bis schneller Strömung und kiesigem oder steinigem Gewässergrund.
Typische Größe:
10–15 cm
Maximale Größe:
bis etwa 18 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, seitlich abgeflachter Körper
- silbrig glänzende Flanken
- dunkle Längsbinde entlang der Flanken
- relativ große Augen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Schneider lebt häufig in kleinen Schwärmen und hält sich meist im Freiwasser über kiesigem Gewässergrund auf.
Ukelei / Laube
Alburnus alburnus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Flüsse und Kanäle. Die Ukelei hält sich häufig im Freiwasser oder nahe der Wasseroberfläche auf.
Typische Größe:
12–18 cm
Maximale Größe:
bis etwa 20 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, langgestreckter Körper
- silbrig glänzende Flanken
- oberständiges Maul
- lange Afterflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Ukelei lebt häufig in großen Schwärmen und hält sich meist nahe der Wasseroberfläche auf. Sie ernährt sich überwiegend von Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen.
Zope
Ballerus ballerus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – größere Flüsse und Seen mit mäßiger Strömung.
Typische Größe:
25–35 cm
Maximale Größe:
bis etwa 45 cm
Erkennungsmerkmale:
- hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper
- silbrige Flanken
- spitze Schnauze
- lange Afterflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Zope lebt häufig in größeren Gewässern und ernährt sich überwiegend von kleinen wirbellosen Tieren im Freiwasser.
Bitterling
Rhodeus amarus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – langsam fließende Flüsse, Teiche und Seen mit Pflanzenbewuchs und ruhigen Uferbereichen.
Typische Größe:
5–7 cm
Maximale Größe:
bis etwa 9 cm
Erkennungsmerkmale:
- kleiner, seitlich abgeflachter Körper
- silbrige Färbung mit leicht bläulichem Schimmer
- schmale dunkle Längsbinde an der Flanke
- zur Laichzeit auffällige Färbung der Männchen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Bitterling legt seine Eier in lebende Süßwassermuscheln. Die Larven entwickeln sich geschützt im Inneren der Muschel, bis sie selbstständig schwimmen können.
Artenschutz:
Der Bitterling ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Elritze
Phoxinus phoxinus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – klare, kalte Bäche und Flüsse mit sauerstoffreichem Wasser und kiesigem Grund.
Typische Größe:
6–10 cm
Maximale Größe:
bis etwa 14 cm
Erkennungsmerkmale:
- kleiner, schlanker Körper
- dunkle Flecken oder Muster entlang der Flanken
- relativ große Augen
- zur Laichzeit auffällige Färbung der Männchen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Elritze lebt meist in Schwärmen und ist ein typischer Bewohner sauberer, sauerstoffreicher Gewässer.
Artenschutz:
Die Elritze ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Gründling
Gobio gobio
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Flüsse, Bäche und Kanäle mit sandigem oder kiesigem Gewässergrund.
Typische Größe:
10–15 cm
Maximale Größe:
bis etwa 20 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, länglicher Körper
- kleines unterständiges Maul
- zwei kurze Barteln am Maul
- dunkle Flecken entlang der Flanken
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Gründling lebt meist in kleinen Gruppen und hält sich überwiegend am Gewässerboden auf, wo er nach Insektenlarven und kleinen Bodentieren sucht.
Karausche
Carassius carassius
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Teiche, Seen und langsam fließende Gewässer mit weichem oder schlammigem Gewässergrund.
Typische Größe:
20–35 cm
Maximale Größe:
bis etwa 50 cm
Erkennungsmerkmale:
- hochgebauter, seitlich abgeflachter Körper
- goldbraune bis bronzefarbene Färbung
- keine Barteln am Maul
- lange Rückenflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Karausche ist sehr widerstandsfähig und kann auch in Gewässern mit wenig Sauerstoff überleben. Sie ähnelt äußerlich dem Giebel, besitzt jedoch eine stärker gewölbte Rückenlinie.
Rotfeder
Scardinius erythrophthalmus
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Teiche und langsam fließende Gewässer mit dichtem Pflanzenbewuchs.
Typische Größe:
20–30 cm
Maximale Größe:
bis etwa 40 cm
Erkennungsmerkmale:
- goldgelbe bis bronzene Flanken
- leuchtend rote Bauch- und Afterflossen
- oberständiges Maul
- hochrückiger Körper
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Rotfeder wird häufig mit dem Rotauge verwechselt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist das oberständige Maul und die meist goldene Färbung der Flanken.
Spiegelkarpfen
Cyprinus carpio
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – Seen, Teiche, langsam fließende Flüsse und Kanäle mit weichem oder schlammigem Gewässergrund.
Typische Größe:
40–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 120 cm und über 30 kg
Erkennungsmerkmale:
- kräftiger, hochrückiger Körper
- große, unregelmäßig verteilte Schuppen
- zwei Barteln an jeder Maulseite
- vorstülpbares Maul
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Spiegelkarpfen ist eine Zuchtform des Karpfens. Im Gegensatz zum Schuppenkarpfen besitzt er nur wenige große Schuppen, die meist entlang der Seitenlinie oder unregelmäßig am Körper verteilt sind.
Zährte
Vimba vimba
Familie:
Karpfenfische (Cypriniden)
Lebensraum:
Süßwasser – größere Flüsse mit stärkerer Strömung und kiesigem oder sandigem Gewässergrund.
Typische Größe:
30–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 50 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper
- silbrige Flanken
- unterständiges Maul
- leicht vorstehende Schnauze
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Zährte lebt häufig in größeren Flüssen und ernährt sich überwiegend von kleinen Tieren am Gewässerboden.
Artenschutz:
Die Zährte ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Lachsartige Fische (Salmoniden)
Die Salmoniden, auch lachsartige Fische genannt, leben meist in kalten, sauerstoffreichen Gewässern. Viele Arten sind schnelle Räuber und ernähren sich von Insekten, Krebsen oder kleineren Fischen.
Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Forellen, Lachse und Äschen. Einige Salmoniden sind außerdem Wanderfische, die zwischen Meer und Flüssen wechseln.
Atlantischer Lachs
Salmo salar
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Meer und Süßwasser – der Atlantische Lachs lebt im Meer und wandert zum Laichen in Flüsse und Bäche zurück.
Typische Größe:
70–100 cm
Maximale Größe:
bis etwa 150 cm und über 40 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, silbrig glänzender Körper
- kleine schwarze Punkte vor allem oberhalb der Seitenlinie
- kleine Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse
- kräftige Schwanzflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Atlantische Lachs ist ein typischer Wanderfisch. Zum Laichen kehrt er aus dem Meer in die Flüsse zurück, in denen er selbst geschlüpft ist.
Artenschutz:
Der Atlantische Lachs ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Bachsaibling
Salvelinus fontinalis
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Süßwasser – kalte, klare Bäche und Seen mit sauerstoffreichem Wasser.
Typische Größe:
25–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 60 cm
Erkennungsmerkmale:
- dunkler Körper mit hellen Punkten
- marmorierte Zeichnung auf dem Rücken
- weiße Vorderkante an Bauch- und Afterflossen
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Bachsaibling stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Europa in viele Gewässer eingesetzt. Er bevorzugt sehr kaltes und sauerstoffreiches Wasser.
Meerforelle
Salmo trutta trutta
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Meer und Süßwasser – Meerforellen leben im Meer und wandern zum Laichen in Flüsse und Bäche zurück.
Typische Größe:
50–70 cm
Maximale Größe:
bis etwa 100 cm und über 10 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, silbrig glänzender Körper
- kleine schwarze Punkte auf den Flanken
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
- kräftige Schwanzflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Meerforelle ist eine Wanderform der Forelle. Sie wächst im Meer heran und kehrt zum Laichen in Flüsse zurück, in denen sie selbst geschlüpft ist.
Seeforelle
Salmo trutta lacustris
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Süßwasser – große, tiefe Seen. Zum Laichen wandert die Seeforelle in Flüsse und Bäche.
Typische Größe:
50–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 100 cm und über 15 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, kräftiger Körper
- silbrige Färbung mit dunklen Punkten
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
- kräftige Schwanzflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Seeforelle lebt hauptsächlich in großen Seen und wandert zum Laichen in Zuflüsse. Sie ernährt sich überwiegend von Fischen.
Äsche
Thymallus thymallus
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Süßwasser – klare, kühle Flüsse mit sauerstoffreichem Wasser und kiesigem Gewässergrund.
Typische Größe:
30–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 60 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, silbriger Körper
- sehr große, hohe Rückenflosse
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
- feine dunkle Punkte an den Flanken
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Äsche ist leicht an ihrer großen, segelartigen Rückenflosse zu erkennen. Sie lebt meist in klaren Flüssen und ernährt sich häufig von Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen.
Felchen
Coregonus lavaretus
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Süßwasser – vor allem größere, tiefe und klare Seen.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 70 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, silbrig glänzender Körper
- kleines Maul
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
- feine Schuppen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Felchen ernähren sich hauptsächlich von Plankton und kleinen Wassertieren. Sie leben meist im Freiwasser größerer Seen.
Regenbogenforelle
Oncorhynchus mykiss
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Süßwasser – kalte, sauerstoffreiche Flüsse, Bäche und Seen.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 80 cm
Erkennungsmerkmale:
- silbriger Körper mit dunklen Punkten
- rosafarbener Streifen entlang der Flanken
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
- kräftige Schwanzflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Regenbogenforelle stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in viele europäische Gewässer eingesetzt. Sie ist ein schneller und kräftiger Raubfisch.
Europäischer Stint
Osmerus eperlanus
Familie:
Stintartige (Osmeridae)
Lebensraum:
Meer, Brackwasser und Süßwasser – Küstengewässer, Flussmündungen und Flüsse.
Typische Größe:
15–25 cm
Maximale Größe:
bis etwa 30 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, silbrig glänzender Körper
- großes Maul mit kleinen Zähnen
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
- relativ große Augen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Europäische Stint ist ein Wanderfisch, der zum Laichen aus dem Meer in Flüsse aufsteigt. Frische Stinte besitzen einen typischen Geruch nach Gurken.
Bachforelle
Salmo trutta fario
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Süßwasser – klare, kalte Bäche und Flüsse mit sauerstoffreichem Wasser und kiesigem Gewässergrund.
Typische Größe:
25–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 80 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker Körper
- braune bis goldene Färbung
- rote und schwarze Punkte auf den Flanken
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Bachforelle ist ein typischer Raubfisch in klaren Fließgewässern. Sie steht häufig hinter Steinen oder in strömungsarmen Bereichen und wartet dort auf vorbeischwimmende Beute.
Huchen
Hucho hucho
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Süßwasser – große, kalte Flüsse mit starker Strömung und kiesigem Gewässergrund.
Typische Größe:
80–120 cm
Maximale Größe:
bis etwa 150 cm und über 30 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, kräftiger Körper
- großes Maul mit vielen Zähnen
- bräunliche Färbung mit dunklen Flecken
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Huchen gehört zu den größten Salmoniden Europas. Er ist ein ausgeprägter Raubfisch und jagt vor allem andere Fische.
Artenschutz:
Der Huchen ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Schnäpel
Coregonus oxyrinchus
Familie:
Salmoniden (Salmonidae)
Lebensraum:
Meer und Süßwasser – Küstengewässer sowie Flüsse und Flussmündungen.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 70 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, silbriger Körper
- spitz zulaufende Schnauze
- kleine Fettflosse hinter der Rückenflosse
- relativ kleines Maul
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Schnäpel ist ein Wanderfisch, der zwischen Meer und Flüssen wandert. Die Art ist heute stark gefährdet.
Artenschutz:
Der Schnäpel ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Meeresfische
Meeresfische leben im Salzwasser der Nord- und Ostsee sowie anderer Meere. Einige Arten halten sich im Freiwasser auf, andere leben überwiegend am Meeresboden.
Zu den typischen Meeresfischen der Angelscheinprüfung gehören zum Beispiel Dorsch, Makrele, Scholle oder Hering. Viele dieser Arten sind wichtige Speisefische.
Aalmutter
Zoarces viviparus
Familie:
Aalmutterfische (Zoarcidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Küstengewässer der Nordsee und Ostsee, meist am Gewässerboden.
Typische Größe:
25–35 cm
Maximale Größe:
bis etwa 50 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, aalähnlicher Körper
- durchgehende Rücken- und Afterflosse
- bräunliche bis olivfarbene Färbung
- kleines Maul
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Aalmutter ist ein lebendgebärender Fisch. Das Weibchen bringt vollständig entwickelte Jungfische zur Welt.
Finte
Alosa fallax
Familie:
Heringe (Clupeidae)
Lebensraum:
Meer und Süßwasser – Küstengewässer sowie Flüsse, in die die Finte zum Laichen aufsteigt.
Typische Größe:
30–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 60 cm
Erkennungsmerkmale:
- seitlich abgeflachter, silbriger Körper
- dunkle Fleckenreihe hinter dem Kiemendeckel
- große Schuppen
- einzelne Rückenflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Finte ist ein Wanderfisch, der aus dem Meer in Flüsse aufsteigt, um dort zu laichen.
Artenschutz:
Die Finte ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Steinbutt
Scophthalmus maximus
Familie:
Steinbutte (Scophthalmidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Nord- und Ostsee sowie Nordatlantik. Der Steinbutt lebt überwiegend am Meeresboden.
Typische Größe:
40–60 cm
Maximale Größe:
bis etwa 100 cm und über 20 kg
Erkennungsmerkmale:
- breiter, rautenförmiger Körper
- beide Augen auf der linken Körperseite
- raue Oberseite mit knöchernen Höckern
- bräunliche Tarnfärbung
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Steinbutt gehört zu den größten Plattfischen Europas. Er ist ein Raubfisch und lauert meist am Meeresboden auf Beute.
Wittling
Merlangius merlangus
Familie:
Dorsche (Gadidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Nord- und Ostsee sowie Nordatlantik. Der Wittling lebt meist in Bodennähe.
Typische Größe:
30–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 70 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper
- drei Rückenflossen
- zwei Afterflossen
- silbrig glänzende Flanken
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Wittling gehört zur Familie der Dorsche und lebt häufig in größeren Schwärmen in Bodennähe.
Meeräsche
Mugil cephalus
Familie:
Meeräschen (Mugilidae)
Lebensraum:
Salzwasser und Brackwasser – Küstengewässer, Flussmündungen und Häfen. Meeräschen kommen auch häufig in Brackwasserbereichen vor.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 90 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, kräftiger Körper
- silbrig glänzende Flanken
- zwei getrennte Rückenflossen
- kleines endständiges Maul
Besonderheit / Prüfungswissen:
Meeräschen ernähren sich überwiegend von Algen, Detritus und organischem Material, das sie vom Gewässerboden oder von Oberflächen aufnehmen.
Wolfsbarsch
Dicentrarchus labrax
Familie:
Wolfsbarsche (Moronidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Küstengewässer des Atlantiks, der Nordsee und des Mittelmeers. Wolfsbarsche halten sich häufig in Küstennähe, in Flussmündungen oder über sandigem und felsigem Grund auf.
Typische Größe:
40–70 cm
Maximale Größe:
bis etwa 100 cm und über 10 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, silbrig glänzender Körper
- zwei getrennte Rückenflossen
- großes endständiges Maul
- dunkler Fleck am Kiemendeckel
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Wolfsbarsch ist ein schneller und kräftiger Raubfisch der Küstengewässer. Er jagt häufig in kleinen Gruppen und ernährt sich hauptsächlich von Fischen, Krebstieren und anderen Meerestieren.
Atlantischer Hering
Clupea harengus
Familie:
Heringe (Clupeidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Nordatlantik sowie Nord- und Ostsee. Der Hering lebt überwiegend im Freiwasser.
Typische Größe:
20–30 cm
Maximale Größe:
bis etwa 45 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, silbrig glänzender Körper
- große Schuppen
- einzelne Rückenflosse
- keine Fettflosse
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Atlantische Hering lebt in großen Schwärmen und ernährt sich hauptsächlich von Plankton und kleinen Krebstieren.
Flunder
Platichthys flesus
Familie:
Plattfische (Pleuronectidae)
Lebensraum:
Salzwasser und Brackwasser – Nord- und Ostsee sowie Flussmündungen. Die Flunder lebt überwiegend am Gewässerboden.
Typische Größe:
25–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 50 cm
Erkennungsmerkmale:
- seitlich stark abgeflachter Körper
- beide Augen auf einer Körperseite
- bräunliche Oberseite mit Flecken
- helle Unterseite
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Flunder gehört zu den Plattfischen. Während der Entwicklung wandert eines der Augen auf die andere Körperseite, sodass beide Augen auf derselben Seite liegen.
Scholle
Pleuronectes platessa
Familie:
Plattfische (Pleuronectidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Nord- und Ostsee sowie Nordatlantik. Die Scholle lebt überwiegend auf sandigem Meeresboden.
Typische Größe:
30–50 cm
Maximale Größe:
bis etwa 90 cm
Erkennungsmerkmale:
- seitlich abgeflachter Körper
- beide Augen auf der rechten Körperseite
- braune Oberseite mit auffälligen orangefarbenen Punkten
- helle Unterseite
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Scholle ist leicht an den orangefarbenen Punkten auf der Oberseite zu erkennen. Sie gräbt sich häufig teilweise in den sandigen Meeresboden ein.
Kliesche / Scharbe
Limanda limanda
Familie:
Plattfische (Pleuronectidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Nord- und Ostsee sowie Nordatlantik. Die Kliesche lebt überwiegend auf sandigem oder schlammigem Meeresboden.
Typische Größe:
20–30 cm
Maximale Größe:
bis etwa 40 cm
Erkennungsmerkmale:
- seitlich abgeflachter Körper
- beide Augen auf der rechten Körperseite
- bräunliche Oberseite mit dunklen Flecken
- raue Hautstruktur
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Kliesche gehört zu den häufigen Plattfischen der Nord- und Ostsee. Sie lebt am Meeresboden und ernährt sich überwiegend von Würmern und kleinen Krebstieren.
Petermännchen
Trachinus draco
Familie:
Petermännchen (Trachinidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Küstengewässer der Nord- und Ostsee, meist auf sandigem Meeresboden.
Typische Größe:
20–30 cm
Maximale Größe:
bis etwa 45 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper
- großer Kopf mit aufwärts gerichtetem Maul
- erste Rückenflosse mit giftigen Stacheln
- gelblich-braune Tarnfärbung
Besonderheit / Prüfungswissen:
Das Petermännchen besitzt giftige Stacheln an der ersten Rückenflosse und an den Kiemendeckeln. Stiche können sehr schmerzhaft sein.
Wichtig für Angler:
Beim Umgang mit gefangenen Petermännchen ist Vorsicht geboten, da die Stacheln giftig sind.
Dorsch / Kabeljau
Gadus morhua
Familie:
Dorsche (Gadidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Nordatlantik sowie Nord- und Ostsee. Der Dorsch lebt meist in Bodennähe.
Typische Größe:
40–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 150 cm und über 40 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper
- drei Rückenflossen
- zwei Afterflossen
- deutliche Bartel am Kinn
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Dorsch ist ein wichtiger Raubfisch der Nord- und Ostsee und ernährt sich vor allem von Fischen und Krebstieren.
Hornhecht
Belone belone
Familie:
Hornhechte (Belonidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Küstengewässer der Nord- und Ostsee, meist nahe der Wasseroberfläche.
Typische Größe:
50–70 cm
Maximale Größe:
bis etwa 100 cm
Erkennungsmerkmale:
- sehr schlanker, langgestreckter Körper
- lange schnabelartige Kiefer
- silbrig glänzende Flanken
- grünliche Gräten
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Hornhecht besitzt auffällig grün gefärbte Gräten. Er jagt kleine Fische nahe der Wasseroberfläche und ist ein sehr schneller Schwimmer.
Sandaal
Ammodytes tobianus
Familie:
Sandaale (Ammodytidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Küstengewässer der Nord- und Ostsee, meist über sandigem Meeresboden.
Typische Größe:
15–20 cm
Maximale Größe:
bis etwa 25 cm
Erkennungsmerkmale:
- sehr schlanker, langgestreckter Körper
- spitz zulaufende Schnauze
- silbrige Flanken
- kleine Brustflossen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Sandaal gräbt sich häufig in den sandigen Meeresboden ein. Er ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele größere Fische und Seevögel.
Köhler / Seelachs
Pollachius virens
Familie:
Dorsche (Gadidae)
Lebensraum:
Salzwasser – Nordatlantik und Nordsee. Der Köhler hält sich häufig im Freiwasser auf und bildet oft größere Schwärme.
Typische Größe:
50–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 130 cm und über 20 kg
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, dunkler Körper
- drei Rückenflossen
- zwei Afterflossen
- gerade Seitenlinie
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Köhler wird im Handel häufig als Seelachs bezeichnet, obwohl er biologisch kein Lachs ist. Er ist ein schneller Schwarmräuber im offenen Wasser.
Makrele
Scomber scombrus
Familie:
Makrelen (Scombridae)
Lebensraum:
Salzwasser – Nordatlantik sowie Nord- und Ostsee. Makrelen leben meist im Freiwasser und bilden große Schwärme.
Typische Größe:
30–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 60 cm
Erkennungsmerkmale:
- stromlinienförmiger, kräftiger Körper
- blaugrüner Rücken mit dunklen wellenförmigen Streifen
- silbrige Flanken
- zwei Rückenflossen mit mehreren kleinen Flösschen dahinter
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Makrele ist ein sehr schneller Schwarmfisch, der weite Wanderungen im offenen Meer unternimmt. Sie ernährt sich hauptsächlich von kleinen Fischen und Plankton.
Weitere Fischarten Angelschein der Fischereischeinprüfung
Neben Raubfischen, Karpfenfischen und Meeresfischen gibt es noch weitere Fischarten, die in der Angelscheinprüfung vorkommen. Dazu gehören zum Beispiel Grundeln, Stichlinge, Neunaugen oder Schmerlen.
Diese Fische unterscheiden sich oft stark in Körperform, Lebensweise und Lebensraum. Für die Prüfung ist es wichtig, auch diese Arten sicher bestimmen zu können.
Bachneunauge
Lampetra planeri
Familie:
Neunaugen (Petromyzontidae)
Lebensraum:
Süßwasser – klare, sauerstoffreiche Bäche und kleine Flüsse mit sandigem oder kiesigem Gewässergrund.
Typische Größe:
12–18 cm
Maximale Größe:
bis etwa 20 cm
Erkennungsmerkmale:
- aallartiger, schuppenloser Körper
- rundes Saugmaul ohne Kiefer
- sieben runde Kiemenöffnungen hinter dem Auge
- keine paarigen Flossen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Das Bachneunauge gehört zu den kieferlosen Rundmäulern. Die Larven leben mehrere Jahre eingegraben im Gewässerboden und ernähren sich von organischem Material.
Artenschutz:
Das Bachneunauge ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Europäischer Schlammpeitzger
Misgurnus fossilis
Familie:
Schmerlen (Cobitidae)
Lebensraum:
Süßwasser – langsam fließende Flüsse, Gräben, Teiche und stehende Gewässer mit schlammigem Gewässergrund.
Typische Größe:
20–25 cm
Maximale Größe:
bis etwa 30 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, aalartiger Körper
- gelblich-braune marmorierte Färbung
- mehrere Barteln am Maul
- kleine Flossen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Schlammpeitzger kann zusätzlichen Sauerstoff über den Darm aufnehmen und überlebt dadurch auch in sauerstoffarmen Gewässern.
Artenschutz:
Der Europäische Schlammpeitzger ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Meerneunauge
Petromyzon marinus
Familie:
Neunaugen (Petromyzontidae)
Lebensraum:
Meer und Süßwasser – lebt überwiegend im Meer und wandert zum Laichen in Flüsse auf.
Typische Größe:
60–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 100 cm
Erkennungsmerkmale:
- aallartiger, schuppenloser Körper
- rundes Saugmaul mit hornartigen Zähnen
- sieben runde Kiemenöffnungen hinter dem Auge
- keine paarigen Flossen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Das Meerneunauge ist ein Rundmaul und gehört zu den ältesten heute lebenden Fischgruppen. Es kann sich mit seinem Saugmaul an andere Fische heften.
Artenschutz:
Das Meerneunauge ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Nackthalsgrundel
Neogobius gymnotrachelus
Familie:
Grundeln (Gobiidae)
Lebensraum:
Süßwasser – Flüsse, Kanäle und Seen, meist am Gewässerboden zwischen Steinen oder Pflanzen.
Typische Größe:
12–18 cm
Maximale Größe:
bis etwa 20 cm
Erkennungsmerkmale:
- gedrungener Körper
- großer Kopf mit breitem Maul
- zwei Rückenflossen
- zusammengewachsene Bauchflossen bilden eine Saugscheibe
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Nackthalsgrundel gehört zu den invasiven Grundelarten, die sich in vielen europäischen Flusssystemen ausgebreitet haben.
Hinweis:
Invasive Fischarten dürfen in der Regel nicht zurückgesetzt werden, wenn sie gefangen werden.
Schräzer
Gymnocephalus schraetser
Familie:
Barschartige (Percidae)
Lebensraum:
Süßwasser – größere Flüsse mit sandigem oder kiesigem Gewässergrund.
Typische Größe:
15–20 cm
Maximale Größe:
bis etwa 25 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper
- stachelige Rückenflosse
- braune bis gelbliche Färbung mit dunklen Flecken
- große Augen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Schräzer gehört zu den Barschartigen und lebt überwiegend am Gewässerboden größerer Flüsse.
Artenschutz:
Der Schräzer ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Streber
Zingel streber
Familie:
Barschartige (Percidae)
Lebensraum:
Süßwasser – größere Flüsse mit sandigem oder kiesigem Gewässergrund und stärkerer Strömung.
Typische Größe:
15–20 cm
Maximale Größe:
bis etwa 25 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper
- bräunliche Färbung mit dunklen Flecken
- zwei Rückenflossen
- große Brustflossen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Streber gehört zu den Barschartigen und lebt überwiegend in strömungsreichen Flussabschnitten nahe dem Gewässerboden.
Artenschutz:
Der Streber ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Bachschmerle
Barbatula barbatula
Familie:
Schmerlen (Nemacheilidae)
Lebensraum:
Süßwasser – klare, sauerstoffreiche Bäche und Flüsse mit sandigem oder kiesigem Gewässergrund.
Typische Größe:
8–12 cm
Maximale Größe:
bis etwa 15 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter, schlanker Körper
- marmorierte braune Färbung
- unterständiges Maul mit mehreren Barteln
- flacher Kopf
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Bachschmerle lebt überwiegend am Gewässerboden, wo sie nach kleinen wirbellosen Tieren sucht.
Artenschutz:
Die Bachschmerle ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Kesslergrundel
Ponticola kessleri
Familie:
Grundeln (Gobiidae)
Lebensraum:
Süßwasser – Flüsse und Seen, meist am Gewässerboden zwischen Steinen.
Typische Größe:
10–15 cm
Maximale Größe:
bis etwa 20 cm
Erkennungsmerkmale:
- gedrungener Körper
- großer Kopf mit breitem Maul
- zwei Rückenflossen
- zusammengewachsene Bauchflossen (Saugscheibe)
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Kesslergrundel gehört zu den sogenannten invasiven Arten und hat sich in vielen europäischen Gewässern stark ausgebreitet.
Hinweis:
Invasive Fischarten dürfen in der Regel nicht zurückgesetzt werden, wenn sie gefangen werden.
Moderlieschen
Leucaspius delineatus
Familie:
Karpfenfische (Cyprinidae)
Lebensraum:
Süßwasser – stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Seen und Gräben.
Typische Größe:
6–8 cm
Maximale Größe:
bis etwa 10 cm
Erkennungsmerkmale:
- sehr kleiner, schlanker Körper
- silbrig glänzende Flanken
- oberständiges Maul
- deutliche Seitenlinie entlang des Körpers
Besonderheit / Prüfungswissen:
Moderlieschen leben meist in großen Schwärmen nahe der Wasseroberfläche und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Insekten und Plankton.
Artenschutz:
Das Moderlieschen ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Neunstachliger Stichling
Pungitius pungitius
Familie:
Stichlinge (Gasterosteidae)
Lebensraum:
Süßwasser, Brackwasser und Küstengewässer – Gräben, Teiche, Flüsse und pflanzenreiche Gewässerbereiche.
Typische Größe:
4–6 cm
Maximale Größe:
bis etwa 8 cm
Erkennungsmerkmale:
- sehr kleiner, schlanker Körper
- mehrere freie Rückenstacheln (meist neun)
- braun bis grünliche Färbung
- keine Schuppen, sondern Knochenplatten
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Neunstachlige Stichling baut zur Fortpflanzung ebenfalls Nester aus Pflanzenmaterial, in denen die Eier abgelegt werden.
Artenschutz:
Der Neunstachlige Stichling ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Steinbeißer
Cobitis taenia
Familie:
Schmerlen (Cobitidae)
Lebensraum:
Süßwasser – langsam fließende Flüsse, Gräben, Teiche und Seen mit sandigem oder schlammigem Gewässergrund.
Typische Größe:
8–10 cm
Maximale Größe:
bis etwa 12 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker, langgestreckter Körper
- marmorierte gelblich-braune Färbung
- mehrere Barteln am Maul
- kleiner Dorn unter dem Auge
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Steinbeißer gräbt sich häufig in den sandigen Gewässerboden ein und sucht dort nach kleinen wirbellosen Tieren.
Artenschutz:
Der Steinbeißer ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Zingel
Zingel zingel
Familie:
Barschartige (Percidae)
Lebensraum:
Süßwasser – größere Flüsse mit starker Strömung und kiesigem Gewässergrund.
Typische Größe:
30–40 cm
Maximale Größe:
bis etwa 50 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper
- braun-graue Färbung mit dunklen Querbändern
- zwei Rückenflossen
- große Brustflossen
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Zingel gehört zu den Barschartigen und lebt meist in strömungsreichen Flussabschnitten nahe dem Gewässerboden.
Artenschutz:
Der Zingel ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Dreistachliger Stichling
Gasterosteus aculeatus
Familie:
Stichlinge (Gasterosteidae)
Lebensraum:
Süßwasser, Brackwasser und Küstengewässer – Flüsse, Seen, Gräben und Küstenbereiche.
Typische Größe:
5–8 cm
Maximale Größe:
bis etwa 11 cm
Erkennungsmerkmale:
- schlanker Körper
- drei frei stehende Rückenstacheln vor der Rückenflosse
- silbrige bis grünliche Färbung
- keine Schuppen, sondern Knochenplatten
Besonderheit / Prüfungswissen:
Das Männchen baut während der Fortpflanzungszeit ein Nest aus Pflanzenmaterial und bewacht anschließend die Eier und Jungfische.
Artenschutz:
Der Dreistachlige Stichling ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Marmorierte Grundel
Proterorhinus semilunaris
Familie:
Grundeln (Gobiidae)
Lebensraum:
Süßwasser – Flüsse, Kanäle und Seen, meist am Gewässerboden zwischen Steinen oder Pflanzen.
Typische Größe:
6–10 cm
Maximale Größe:
bis etwa 12 cm
Erkennungsmerkmale:
- kleiner, gedrungener Körper
- marmorierte braune Zeichnung
- großer Kopf mit breitem Maul
- zusammengewachsene Bauchflossen bilden eine Saugscheibe
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Marmorierte Grundel stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeergebiet und gilt in vielen europäischen Gewässern als invasive Art.
Hinweis:
Invasive Fischarten dürfen in der Regel nicht wieder zurückgesetzt werden, wenn sie gefangen werden.
Mühlkoppe / Groppe
Cottus gobio
Familie:
Groppen (Cottidae)
Lebensraum:
Süßwasser – klare, kalte Bäche und Flüsse mit steinigem Gewässergrund.
Typische Größe:
10–12 cm
Maximale Größe:
bis etwa 15 cm
Erkennungsmerkmale:
- breiter, abgeflachter Kopf
- große Brustflossen
- marmorierte braune Tarnfärbung
- keine Schwimmblase
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Mühlkoppe besitzt keine Schwimmblase und hält sich deshalb ständig am Gewässerboden auf, meist unter Steinen.
Artenschutz:
Die Mühlkoppe ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Schwarzmundgrundel
Neogobius melanostomus
Familie:
Grundeln (Gobiidae)
Lebensraum:
Süßwasser – Flüsse, Kanäle und Seen, meist am Gewässerboden zwischen Steinen oder Muscheln.
Typische Größe:
12–18 cm
Maximale Größe:
bis etwa 25 cm
Erkennungsmerkmale:
- gedrungener Körper
- großer Kopf mit breitem Maul
- dunkler Fleck an der ersten Rückenflosse
- zusammengewachsene Bauchflossen bilden eine Saugscheibe
Besonderheit / Prüfungswissen:
Die Schwarzmundgrundel gilt als invasive Art und hat sich in vielen europäischen Gewässern stark ausgebreitet.
Hinweis:
Invasive Fischarten dürfen in der Regel nicht zurückgesetzt werden, wenn sie gefangen werden.
Sterlet
Acipenser ruthenus
Familie:
Störe (Acipenseridae)
Lebensraum:
Süßwasser – große Flüsse mit sandigem oder kiesigem Gewässergrund.
Typische Größe:
60–80 cm
Maximale Größe:
bis etwa 120 cm
Erkennungsmerkmale:
- langgestreckter Körper mit knöchernen Schilden
- spitz zulaufende Schnauze
- unterständiges, vorstülpbares Maul
- vier Barteln vor dem Maul
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Sterlet gehört zu den Stören und zählt zu den ältesten heute lebenden Fischgruppen. Sein Körper ist mit knöchernen Platten statt mit Schuppen bedeckt.
Artenschutz:
Der Sterlet ist in Deutschland besonders geschützt und darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Krebse
Neben Fischen gehören auch Flusskrebse zu den Fischarten Angelschein, die Angler kennen sollten. Krebse leben überwiegend am Gewässerboden und ernähren sich von Pflanzen, kleinen Tieren und organischem Material.
In unseren Gewässern gibt es sowohl heimische Arten als auch eingeschleppte invasive Krebsarten. Besonders wichtig ist der Schutz des Europäischen Flusskrebses.
Europäischer Flusskrebs
Astacus astacus
Familie:
Flusskrebse (Astacidae)
Lebensraum:
Süßwasser – saubere, sauerstoffreiche Flüsse, Bäche und Seen mit steinigem oder sandigem Gewässergrund.
Typische Größe:
12–16 cm
Maximale Größe:
bis etwa 20 cm
Erkennungsmerkmale:
- kräftige Scheren
- dunkelbraune bis rötliche Färbung
- glatter Panzer
- deutlich sichtbare Segmentierung des Körpers
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Europäische Flusskrebs ist die ursprünglich heimische Flusskrebsart in vielen europäischen Gewässern.
Artenschutz:
Der Europäische Flusskrebs ist stark gefährdet und steht unter besonderem Schutz. Er darf nicht gefangen oder entnommen werden.
Kamberkrebs
Faxonius limosus
Familie:
Flusskrebse (Cambaridae)
Lebensraum:
Süßwasser – Flüsse, Seen, Kanäle und Teiche. Der Kamberkrebs kommt auch in Gewässern mit schlechter Wasserqualität vor.
Typische Größe:
8–12 cm
Maximale Größe:
bis etwa 13 cm
Erkennungsmerkmale:
- braun bis olivfarbener Körper
- schlanke Scheren
- deutliche dunkle Querbänder auf dem Hinterleib
- spitze Rostrumspitze
Besonderheit / Prüfungswissen:
Der Kamberkrebs stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde nach Europa eingeschleppt. Er ist Träger der Krebspest und verdrängt häufig heimische Krebsarten.
Hinweis:
Der Kamberkrebs gilt als invasive Art und darf in der Regel nicht wieder in das Gewässer zurückgesetzt werden.
Häufige Fragen zu Fischarten für den Angelschein
Welche Fischarten kommen in der Angelscheinprüfung vor?
In der Angelscheinprüfung müssen je nach Bundesland verschiedene Fischarten erkannt werden. Dazu gehören unter anderem Raubfische, Karpfenartige, Lachsartige, Meeresfische sowie einige Krebsarten. Auf dieser Seite kannst du rund 80 Fischarten mit Bildern und kurzen Steckbriefen lernen. Die gezeigten Fische kommen bei uns in der Fischereischeinprüfung Schleswig-Holstein vor.
Wie lernt man die Fischarten für den Angelschein am besten?
Am besten lernt man Fischarten anhand von Bildern und typischen Merkmalen wie Körperform, Flossen oder Maulstellung. Die Fischübersicht auf dieser Seite hilft dir dabei, die wichtigsten Arten für die Angelscheinprüfung Schritt für Schritt zu erkennen.
Kann man Fischarten für den Angelschein kostenlos lernen?
Ja. Auf dieser Seite kannst du die wichtigsten Fischarten der Angelscheinprüfung kostenlos lernen. Zu jedem Fisch findest du ein Bild sowie einen kurzen Steckbrief mit den wichtigsten Erkennungsmerkmalen.
Warum muss man Fischarten für den Angelschein kennen?
Das Erkennen von Fischarten gehört zum Grundlagenwissen für Angler. In der Angelscheinprüfung Schleswig-Holstein wird geprüft, ob du wichtige Fischarten unterscheiden kannst. Dieses Wissen hilft auch später beim Angeln, um Fische richtig zu bestimmen.
Hinweis zu den Fischbildern:
Die auf dieser Seite verwendeten Fischgrafiken dienen ausschließlich zur Vorbereitung auf die Angelscheinprüfung.
Alle Illustrationen sind urheberrechtlich geschützt und stammen von DÄNEKAS GRAFIK ILLUSTRATION.
Die Angelschule NORD ist anerkannte Ausbildungsstelle sowie Ausbildungsstützpunkt des
Anglerverbandes Schleswig-Holstein und darf diese Fischbilder im Rahmen der Ausbildung und
Vorbereitung auf die Fischereischeinprüfung verwenden.
Eine Verwendung, Vervielfältigung oder Weiterverbreitung der Bilder ohne Genehmigung ist nicht erlaubt.